Tipps für Wingfoil Anfänger / Einsteiger

Veröffentlicht am: 23. Juni 2020|Kategorien: Allgemein, Kurse|Tags: , |
Die Dronenaufname Wingsurfen Fehmarn
Janne und Janin sind happy am Ende des Kurses
Janne und Matze lernen Wingfoilen
Ihr seht hier eines unserer Schulungsreviere von Fehmarn

In diesem Beitrag möchten wir euch die wichtigsten Tipps mit an die Hand geben, die zu Beginn wichtig sind.

Wenn du ein absoluter Wassersport-Neuling bist, ist es echt wichtig und zu empfehlen, einen Kurs bei ausgebildeten und erfahrenen Lehrern zu machen. Einfach so Material bestellen und auf`s Wasser gehen, kann für dich und andere gefährlich sein. Zudem wird es dir langfristig auch keinen Spaß und Erfolg bringen! Natürlich gibt es eine Ausnahme: Du bist bereits erfahren. Hier richten wir uns aber an die Einsteiger.

Generell ist Wingsurfen/-foilen ein sehr sicherer Sport. Trotzdem ist es als Neuling wichtig einige Punkte zu wissen und zu beachten. Das heißt, du solltest dein Material kennen und wissen wann du bei bestimmten Wind-/ und Wetterbedingungen auf`s Wasser gehen kannst und wann nicht.

Wind-/ Wetterbedingungen:

Bevor du raus gehst bzw. zu deinem ausgewählten Spot fährst, checke die Windbedingungen. Wie stark ist der Wind, aus welcher Windrichtung kommt er? Überlege welche Spots du zur Auswahl hast, um zu schauen, wo der Wind auf- oder ablandig reinkommt.

Suche dir, besonders als Anfänger, keinen Spot in dem der Wind ablandig reinkommt. Dies kann gefährlich sein, da du abtreiben kannst.

Optimal zum Üben sind zu Beginn 15-20 Knoten Wind. Je nach deinem Könnensstatus. Ohne Foil auf einem geeigneten Board darf es auch weniger wind sein. Auch 20-25 Knoten können zum ersten abheben optimal sein, da du dadurch genug „Druck“ im Wingkite hast.

Zum Wind und Wetter checken, können wir dir „Windfinder“ oder den dänischen Wetterdienst „dmi“ empfehlen. Dort kann alles mögliche rund um`s Wetter/ Wind/ Wasser nachgeschaut werden – auch beispielsweise der Wasserstand – was bei einem Foilboard nicht ganz unwichtig ist ;-) Außerdem kann es zu Beginn hilfreich sein, sich einen Spot und Gewässer zu suchen, die eher „flach“ sind, d.h. Kein offenes Meer mit kabbeligen Wellen – dies würde den Start erschweren.

Material:

Beim Material ist es natürlich sehr wichtig, dass du dein Material gut kennst. Zudem empfehlen wir, dass es nicht „zusammen gewürfelt“ ist, nur weil es beispielsweise günstig zu kaufen war. Es macht ein großen Unterschied im Lernerfolg mit welchem Material du fährst und wie gut dies aufeinander abgestimmt ist.

Generell ist zu empfehlen zu Beginn ein großes Board zu wählen mit ausreichend Volumen. Um hier die richtige Volumengröße zu wählen, kannst du dein Körpergewicht als Basis nutzen und hier noch + 40 L dazu rechnen. Dies ist optimal, damit du sicher auf dem Board stehen kannst und das Board nicht „untergeht“. Zudem solltest du erstmal ohne Schlaufen am Board fahren.

Wingfoilen ist ein Effizienzbasierender und sehr technischer Sport. Je besser die Technik und das Material, desto weniger Krafteinsatz. Und was ist das Ziel? So lange wie es geht auf dem Wasser zu sein!

Kommen wir zum Foilsetup:

Der Mast sollte am Anfang nicht zu lang sein. Eine optimale Größe sind 45-65 cm. Ein längerer Mast über 65 cm kann am Anfang schwierigkeiten bringen, da der Spielraum, sobald du abgehoben bist, sehr groß ist. Zu Beginn möchtest du ja erstmal lernen das Gefühl zu entwickeln, das Board zu kontrollieren und es auszubalancieren.

Hier ist natürlich auch das Foil also der Flügel sehr entscheidend. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Varianten und Größen. Es lässt sich zwischen High- und Low-Aspekt Foils unterscheiden. (Hierzu werden wir euch in einem anderen Beitrag nochmal mehr erzählen ;-)) Für deinen Start in das Foilen ist ein großer Flügel zu empfehlen. Es sollte somit ein Foil mit einer erhöhten Spannweite sein. Zudem sind die Flügel meistens „schaufelartig“ gebogen, d.h. nicht flach und sind an der Vorderkante tendenziell dicker. Diese Form ermöglicht es dir schneller und einfacher abzuheben und viel besser die Balance zu halten.

Je nach Körpergewicht empfehlen sich Flügelgrößen von 1500 – 2500 qcm.

Nicht nur das Material ist wichtig – auch deine Ausrüstung ist wichtig. Sorge dafür, dass du einen passenden Neopren Anzug hast und gegebenenfalls bei noch kalten Temperaturen auch Neo-Handschuhe sowie Schuhe. Auch eine Prallschutzweste ist zu empfehlen – sie wärmt und erleichtert dir in tiefen Gewässern, durch den leichten Auftrieb, das Schwimmen. Und nicht zu vergessen – ein Helm!!! Gerade im Winter ist warme Kleidung ein wichtiger Sicherheitsaspekt.

Saftey am Spot/ auf dem Wasser:

Gehe immer zu zweit auf’s Wasser. Gerade wenn du dich im tiefen Wasser aufhältst, was wir nicht empfehlen zum Anfang.

Schau dir deinen Spot genau an bevor du auf’s Wasser gehst: Wie sind die Bedingungen, gibt es Hindernisse (Steine, Stege o.ä.) oder sind noch andere Wassersportler am Spot, gibt es eine Fahrrinne für Boote wo man nicht durchfahren darf?

Hier haben wir Euch nur einige wenige Eindrücke geschildert – in unserem Kurs lernt ihr noch wesentlich mehr, wie ihr diesen fantastischen neuen Foilsport sicher und mit viel Lernerfolg durchführt.

Chris zeigt wie man richtig das Wingfoil Material in's Wasser trägt

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Geeignete Bedingungen. Du kennst den Spot.

  • Du bist nicht alleine.

  • Du hast geeignetes Material. Foil nicht zu leicht. Mast nicht zu lang. Board nicht zu klein.

  • Windrichtung: Schräg auflandig. Nicht zu stark. Du kannst nicht wegtreiben.

  • Der Spot ist nicht zu voll. Du darfst hier Wassersport betreiben.

  • Du hast den Wetterbericht gecheckt und die Augen ab und an mal im Himmel.

Chris zeigt wie man richtig an Lang zurück kommt

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